Autohaus Zwer
Zurück zum Blog

Erkenntnisse aus 10.000 Fahrzeugberechnungen bei Autohaus Zwer

Autohaus Zwer Team28. Juli 20266 Min.
Erkenntnisse aus 10.000 Fahrzeugberechnungen bei Autohaus Zwer

10.000 Fahrzeugberechnungen ausgewertet: Welche Autos sich beim Import wirklich rechnen

Wir haben die letzten 10.000 Berechnungen aus dem Autohaus Zwer Kostenrechner anonymisiert aufbereitet. Die Daten zeigen, welche Fahrzeuge Nutzerinnen und Nutzer vor einem Import nach Österreich tatsächlich kalkuliert haben.

Die Auswertung beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Fahrzeugkauf: Wie hoch ist eine typische NoVA? Welche Antriebe werden besonders häufig berechnet? Wie stark steigt die Abgabe mit dem CO₂-Ausstoß? Und bei welchen Fahrzeugen wird aus einem vermeintlichen Preisvorteil plötzlich ein sehr teurer Import?

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Über alle Antriebe lag die berechnete NoVA im Median bei 2.087 Euro, im Durchschnitt bei 4.779 Euro.

  • Bei Benzin- und Dieselfahrzeugen waren es 3.044 Euro im Median und 5.818 Euro im Durchschnitt.

  • 80,5 Prozent der plausiblen Berechnungen betrafen Benziner oder Diesel.

  • Der CO₂-Wert war natürlich der stärkste erkennbare Treiber: Zwischen 130 und 149 g/km lag der NoVA-Median bei 1.584 Euro, zwischen 230 und 249 g/km bereits bei 10.702 Euro.

  • Das durchschnittliche Fahrzeugalter betrug 6,4 Jahre.

Durchschnitt und Median: Was kostet die NoVA typischerweise?

Der Durchschnitt allein vermittelt bei der NoVA ein verzerrtes Bild. Wenige sehr teure und emissionsstarke Fahrzeuge ziehen ihn deutlich nach oben. Für die Frage „Was bezahlt ein typischer Nutzer?“ ist der Median daher meist aussagekräftiger.

Der Gesamtmedian über alle Antriebe fällt niedriger aus, weil Elektrofahrzeuge sowie viele Hybridfahrzeuge mit 0 Euro in die Berechnung eingehen. Wer einen klassischen Verbrenner importieren möchte, sollte daher eher mit dem Verbrenner-Median von 3.044 Euro arbeiten – und anschließend das konkrete Fahrzeug berechnen.

Die große Lücke zwischen Median und Durchschnitt entsteht durch wenige sehr hohe Werte. Basis: 7.911 bereinigte Benzin- und Dieselberechnungen.

Welche Antriebsarten wurden berechnet?

Von den 10.000 anonymisiert aufbereiteten Vorgängen blieben nach dem Entfernen unplausibler Extrem- und Fehleingaben 9.823 Datensätze für die Kernauswertung. Davon waren 4.403 Benziner und 3.508 Diesel. Gemeinsam stellten klassische Verbrenner damit 80,5 Prozent aller plausiblen Berechnungen.

Elektrofahrzeuge kamen auf 10 Prozent, Hybridfahrzeuge auf 8,5 Prozent. Dieser Anteil beschreibt die Nutzung des Autohaus Zwer Kostenrechners und ist keine repräsentative Marktstatistik für sämtliche österreichischen Fahrzeugimporte.

Antriebsarten der 9.823 plausiblen Fahrzeugberechnungen. Der Elektroanteil war zeitlich und nach Quellportal ungleich verteilt und darf deshalb nicht als Marktanteil verstanden werden.

Elektro und Hybrid sind nicht dasselbe

Reine Elektrofahrzeuge sind generell NoVA-befreit. Bei Hybridfahrzeugen kamen 88,1 Prozent auf 0 Euro, die übrigen 11,9 Prozent zahlten jedoch im Median 2.693 Euro.

Hybride sind rechtlich nicht generell von der NoVA befreit. Entscheidend ist der konkrete CO₂-Wert. Die direkte Befreiung gilt laut Bundesministerium für Finanzen für Fahrzeuge mit 0 g/km CO₂, insbesondere reine Elektro- und Wasserstofffahrzeuge.

Wie steigen NoVA, CO₂-Ausstoß und Verbrauch zusammen?

In den Berechnungen ist der CO₂-Ausstoß der deutlichste Kostentreiber. Bei Verbrennern zwischen 110 und 129 g/km lag die NoVA im Median noch bei 444 Euro. Zwischen 170 und 189 g/km waren es 4.338 Euro, zwischen 230 und 249 g/km bereits 10.702 Euro.

Die Linie zeigt den Median, das grüne Band die mittleren 50 Prozent der Berechnungen. Bei hohen CO₂-Werten wird die Streuung breiter, weil Kaufpreis, Erstzulassung und anzuwendende Rechtslage stärker ins Gewicht fallen.

Der Treibstoffverbrauch und der CO₂-Ausstoß hängen bei Verbrennungsmotoren eng zusammen: Wer mehr Kraftstoff verbrennt, verursacht grundsätzlich auch mehr CO₂. Eine seriöse gemeinsame Umrechnung in Liter pro 100 Kilometer ist aus diesen Daten aber nicht möglich. Benzin und Diesel haben unterschiedliche Emissionsfaktoren, bei Plug-in-Hybriden kommt der elektrische Fahranteil hinzu, und im Datensatz liegt kein einheitlicher Verbrauchswert vor. Deshalb zeigt die Grafik den für die NoVA maßgeblichen CO₂-Wert und keine geschätzten Verbrauchszahlen.

Die sichtbare Schwelle ist ein Ergebnis dieser Stichprobe und keine allgemeine gesetzliche Freigrenze. Die konkrete Berechnung hängt unter anderem von Erstzulassung, Bemessungsgrundlage und geltender Rechtslage ab. Das BMF erläutert diese Unterschiede in seiner Übersicht zum NoVA-Steuersatz. Unser Autohaus Zwer Kostenrechner berücksichtigt diese Faktoren automatisch.

Die extremsten Verbrenner-Ausreißer – und warum sie so teuer wurden

Für die normalen Kennzahlen wurden unplausible oder außergewöhnliche Eingaben entfernt. Gerade die Rohdaten zeigen jedoch anschaulich, wie extrem die NoVA bei sehr teuren und emissionsstarken Verbrennern werden kann.

Fahrzeug

Berechnete NoVA

Angegebener Kaufpreis

CO₂

Ferrari F50

1.680.000 €

10.500.000 €

339 g/km

Bugatti Chiron

1.537.156 €

3.030.000 €

505 g/km

Maserati Levante

295.201 €

800.000 €

315 g/km

Lamborghini Aventador SVJ

272.151 €

1.000.000 €

500 g/km

Diese Fälle kombinieren zwei Verstärker: eine sehr hohe Bemessungsgrundlage und einen extremen CO₂-Ausstoß. Dadurch wirken sowohl der prozentuale NoVA-Anteil als auch ein möglicher CO₂-Malus besonders stark. Einzelne Werte können außerdem aus fehlerhaften oder ungewöhnlichen manuellen Eingaben stammen. Genau deshalb wurden Kaufpreise über 250.000 Euro, CO₂-Werte über 400 g/km und NoVA-Beträge über 100.000 Euro aus den Durchschnitts- und Medianberechnungen ausgeschlossen.

Auch bei weniger exotischen Fahrzeugen kann die Belastung enorm sein. Der höchste plausible NoVA-Anteil ab 15.000 Euro Fahrzeugpreis lag bei einem Chevrolet Camaro bei 75 Prozent des Kaufpreises. Ein Chevrolet Silverado kam auf 71 Prozent, ein Dodge Challenger auf 68 Prozent. Wer einen leistungsstarken US-Verbrenner importieren möchte, sollte daher immer vor dem Kauf die vollständigen Kosten kalkulieren.

Welche Marken wurden am häufigsten berechnet?

Manuelle Fahrzeugeingaben sind nicht immer einheitlich. Nutzer schreiben beispielsweise „BMW“, „BMW 420“ oder setzen Modell und Hersteller in eine andere Reihenfolge. Für eine sinnvolle Markenstatistik müssen Groß- und Kleinschreibung, Modellzusätze, Sonderzeichen und bekannte Varianten zu einer einheitlichen Marke zusammengeführt werden.

Die gelieferte Auswertung reduzierte auf diese Weise 1.348 Rohvarianten auf 203 normalisierte Marken. Das Ergebnis ist eindeutig: BMW, Audi und Mercedes-Benz stellten zusammen 56,9 Prozent aller plausiblen Berechnungen.

Die Rangliste basiert auf der normalisierten Markenaggregation der gelieferten Analyse. Für eine erneute, vollständig wortstellungsunabhängige Aggregation manueller Eingaben ist der Rohdatenexport des Markenfelds erforderlich.

Wie alt waren die berechneten Fahrzeuge?

Das durchschnittliche Fahrzeugalter betrug 6,4 Jahre, das Median-Baujahr war 2021. Am häufigsten wurde das Baujahr 2022 kalkuliert. Insgesamt konzentrierte sich ein großer Teil der Nutzung auf junge Gebrauchtwagen – genau jene Fahrzeuge, bei denen ein breiterer EU-Markt und eine attraktive Ausstattung einen Import interessant machen können.

Auch das Alter beeinflusst das Ergebnis, aber nicht isoliert. Bei Verbrennern unter einem Jahr lag die NoVA im Median bei 8.617 Euro, bei fünf bis acht Jahre alten Fahrzeugen bei 3.048 Euro. Sehr alte Fahrzeuge können zwar einen niedrigeren absoluten Betrag haben, besitzen aber häufig höhere CO₂-Werte, einen höheren Wartungsbedarf und weniger moderne Sicherheitsausstattung.

Fazit: Welche Autos sind beim Import am sinnvollsten?

Das eine perfekte Importauto gibt es nicht. Aus den 10.000 Berechnungen lassen sich aber klare Orientierungspunkte ableiten:

  1. Wer ein Elektrofahrzeug möchte, spart sich die NoVA gänzlich. In der Auswertung waren alle 982 Elektrofahrzeuge berechnet. Trotzdem müssen Kaufpreis, Transport, Batteriegesundheit und Gesamtkosten passen.

  2. Bei Hybriden zählt der tatsächliche CO₂-Wert. Viele berechnete Fahrzeuge kamen auf 0 Euro, ein Hybrid-Label allein ist aber keine Garantie dafür.

  3. Bei Verbrennern sind niedrige CO₂-Werte der wichtigste Faktor. Besonders interessant sind Fahrzeuge mit moderater Leistung und möglichst niedrigem WLTP-Wert.

  4. Junge Gebrauchte können einen guten Mittelweg bilden. Fahrzeuge im Bereich von etwa drei bis acht Jahren verbinden häufig einen niedrigeren Kaufpreis mit moderner Technik. Die konkrete NoVA bleibt dennoch fahrzeugabhängig.

  5. Emissionsstarke Hochleistungsfahrzeuge brauchen eine besonders genaue Kalkulation. Bei ihnen kann die NoVA einen großen Teil des vermeintlichen Auslandspreisvorteils aufzehren.

Die sinnvollste Wahl ist daher nicht automatisch das billigste Inserat, sondern das Fahrzeug mit dem besten Gesamtpreis bis zur Zulassung in Österreich.

Vor dem Kauf: Gesamtkosten berechnen

Kaufpreis, CO₂-Wert, Erstzulassung und Antrieb können die Importkosten um mehrere Tausend Euro verändern. Berechnen Sie deshalb Ihr konkretes Wunschfahrzeug, bevor Sie eine Anzahlung leisten oder einen Kaufvertrag unterschreiben.

Jetzt Fahrzeuglink einfügen und Importkosten mit dem Autohaus Zwer Kostenrechner berechnen

Der Rechner berücksichtigt neben der NoVA auch Transport, Dokumente und weitere Importkosten. So sehen Sie vor dem Kauf, ob sich das Fahrzeug aus Deutschland oder einem anderen EU-Land tatsächlich rechnet. Kontaktieren Sie uns auch gerne, wenn Sie ein Fahrzeug abseits der üblichen Märkte entdeckt haben. Wir unterstützen gerne bei der Berechnung.